Rückblick 2016

Smart Home-Kongress - 05./06. Oktober 2016

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  Das Smart Home ist Realität und wird unser tägliches Leben durchdringen

Zukunftsmarkt Smart Home – so das Eröffnungsplädoyer von Günter Ohland von der Smart Home Initiative Deutschland. An zwei Kongresstagen informierten sich rund 150 Teilnehmer, die überwiegend aus der Wirtschaft kamen, über vernetzte Wohn- und Geschäftsgebäude. Doch warum ein Smart Home? Für Ohland sind drei Punkte relevant: Der demografische Wandel und damit einhergehend mehr zu pflegende Menschen. Sie wollen so lange wie möglich allein in ihren Wohnungen leben können. Dabei kann Technik helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. So lassen sich über Wearables die Vitalparameter an ein Service-Center übertragen. Auch das Nicht-Senden ist ein Indikator für die zu pflegende Person. Entlastet wird über die vernetzte Technik in der Pflege auch die teure Profi-Pflege, in dem Routineaufgaben auf die Technik ausgelagert werden.

Der zweite Punkt ist die Energieeffizienz. Als großer Punkt sind die Heizkosten, die gesenkt werden sollen. Bei den Stromkosten ist es nach seinen Worten nicht weiter möglich, Kosten zu sparen. Auch das Sparen durch Dämmung ist bereits ausgereizt. Dafür kann das Smart Home helfen, durch optimierte Verbräuche zu sparen. Die aktuell verfügbaren Nachrüst-Produkte sparen zwischen 5 bis 30 Prozent der Heizkosten.

Ein dritter entscheidender Punkt, der für ein Smart Home spricht, ist die Sicherheit. Das ist zum einen der Schutz vor einem möglichen Einbruch. Aber auch medizinische Notfälle, der Schutz im Haushalt oder ganz allgemein, einen Kontrollverlust zu erkennen. Das Wohnen hat sich geändert. Das können wir jeden Tag beobachten: Wir arbeiten mit vernetzten Geräten wie Smart TV und Smartphone. Damit können wir die Haustechnik steuern: Wasser, Licht (LED), elektrische Rollos, Smart Meter oder die Wohnraumlüftung. Die in den Wohnungen verteilten Sensoren senden via Router und Internet permanent Messwerte aus der Wohnung in die Cloud. Hier sollte man kritisch hinterfragen, ob die Daten auf beiden Wegen verschlüsselt sind. Ist ansonsten eine Manipulation von Heizung oder Kühlung möglich? Besser ist es, auf ein hochwertiges System zu setzen, das die Daten im Haus hält und nicht ständig online ist.

Allerdings sollte man auch wissen, dass Smart Home keine VdS-Alarmanlage ersetzt, obwohl es oftmals gleichwertig ist. Resümierend zur Sicherheit lässt sich sagen, dass Smart Home hilft, die Gefahren des Alltags zu bewältigen.

Doch müssen Wohnungen und Häuser fit gemacht werden, damit sie auch smart werden. Hier helfen verschiedene Regeln für die IT-Infrastruktur. In jeder Wohnung sollte eine sternförmige Netzwerk-Verkabelung etabliert werden. Dabei sollte berücksichtigt werden, dass man Technologie-neutral arbeitet und auf CAT7 setzt. Wohnt man zur Miete ist es Aufgabe des Vermieters, ein IT-Netz in Haus und Wohnung zu verlegen.

Auch auf der Produktseite ist der Smart-Home-Markt nicht einheitlich: Für einen Neubau sollte man auf hochwertige Produkte setzen, die von 100 Prozent vom Handwerk unterstützt werden. Allerdings ist das teuer. Dem gegenüber steht die Qualität, die mit mehr als 35 Jahre auf die Produkte gegeben wird. Dazu zählen KNX, LCN, Loxone, DigitalStrom oder myHomeControl. Der Vorteil für Deutschland: Entwicklung, Produktion und Handwerk sind in Deutschland.

Ganz anders das Geschäft mit der Masse: Produkte, Massenmarkt und der Verkauf über den Preis. Hier steht kein Handwerker hinter den Dienstleistungen. Einzig das Produkt wirkt „cool“. Und das ist wichtiger als eine mögliche Interoperabilität und ein vollständiges Portfolio; Cloud-Lösungen werden von den Anwendern unterstützt. Von den Massenlösungen wird vieles in den USA entwickelt (Apple, Google) und in Fernost produziert. Allerdings lässt sich hier auch aktuell das meiste Geld verdienen.

Der größte Markt ist jedoch dazwischen: Neubau und Nachrüstung in Eigenleistung ist teilweise möglich und sogar gewollt. Die verschiedenen Lösungen basieren auf Funk-Standards wie EnOcean, ZigBee, Z-Wave oder EQ3-Bidcos. Vorteil Deutschland: Entwicklung, Handel und Handwerk kommen aus Deutschland, allerdings ist die Produktion oftmals in Fernost.

Das Smart Home ist Realität und wird in den kommenden 15 Jahren unser tägliches Leben durchdringen. Viele sind noch der Meinung, es sei Spielzeug, doch ist es vielmehr eine Notwendigkeit. Allerdings sollte man nicht ganz unbedarft an ein Smart Home gehen, denn wird es unsachgemäß installiert, birgt es Gefahren.


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